Anno 34 N. 1 (2026): Issue 1/2026
Articles

Erfolge und Grenzen des DaF-Prosodietrainings für Deutschlernende mit romanischen Muttersprachen

Simona Sbranna
Universität zu Köln

Pubblicato 04/27/2026

Parole chiave

  • Prosodic Training,
  • Periodic Energy Mass,
  • Second Language Acquisition,
  • German as a Foreign Language,
  • Prosodic Marking of Information Status

Come citare

Sbranna, S. (2026). Erfolge und Grenzen des DaF-Prosodietrainings für Deutschlernende mit romanischen Muttersprachen. Analisi Linguistica E Letteraria, 34(1). Recuperato da https://www.analisilinguisticaeletteraria.eu/index.php/ojs/article/view/786

Abstract

Obwohl die Bedeutung der Prosodie für die mündliche Kommunikation allgemein anerkannt ist, wird sie in der L2-Pädagogik oft vernachlässigt. Um diese Lücke zu schließen, haben Forschende Lernprogramme für Prosodie entwickelt und getestet. In diesem Artikel möchte ich die Erfolge und Grenzen des Prosodietrainings auf der Grundlage der Literatur und früherer Studien aufzeigen, die ich zur prosodischen Markierung des Informationsstatus im Deutschen durchgeführt habe. Ich werde zwei Korpora vergleichen: eines mit italienischen Deutschlernern, die kein Training erhalten haben, und eines mit Deutschlernern, deren Erstsprachen südamerikanische Varianten des Spanischen sind und die ein formales Training erhalten haben. So werde ich Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Produktion von Lernenden mit und ohne formalen Unterricht aufzeigen. Die Ergebnisse zeigen, dass ein gewisser nicht muttersprachlicher Output eine gemeinsame Phase in der L2-Sprachentwicklung zu sein scheint und die positiven Auswirkungen des Prosodietrainings zwar vorhanden, aber begrenzt sind, so dass weitere Forschung für effektivere Lehrplänen erforderlich ist.